A-Jungen: Das war’s für die 99er… aber, Niemals geht man so ganz!

Mit einer kleinen „Weltreise“ nach Kreuztal im Siegerland endete am letzten Wochenende die Jugendzeit der HSV-Spieler des Geburtsjahrgangs 1999. Zeitgleich mit dem Finale der C-Mädchen um den Westfalentitel mussten die Jungs zum Abschluss der A-Jugend Oberliga in eine knappe Niederlage beim TuS Ferndorf einwilligen. Trotz der Niederlage geht mit Platz 5 im westfälischen Oberhaus eine bewegte Jugendzeit erfolgreich zu Ende. Eines steht in jedem Fall fest: Mit den 99ern wechselt nun ein besonderes Team in den Seniorenbereich des HSV …

Der Kern der Mannschaft spielt bereits seit 2004 gemeinsam Handball. Begonnen hat alles in den kleinen Sporthallen der Förderschule Kuhlenkamp und der Grundschule Friedewalde. Die 4-jährigen Kindergartenkids hüpften, tobten und kletterten durch die Halle, lernten Fangen und Prellen. Schnell stellten sich erste Erfolge ein. Bereits bei den Minispielfesten war zu erkennen, dass die Jungs als Gemeinschaft super harmonieren. Da war es nicht verwunderlich, dass sie als E- und D-Jugendliche den Kreispokal und die Kreismeisterschaft gewinnen konnten (auf dem Foto: Gerrit Gräper, Jannik Harting, Jona Schnitker und Dario Bertoli nach der Übergabe des Alfred-Münnichow-Pokals durch Torsten Huck vom Handballkreis). Auch der Übergang zum Jugendhandball verlief erfolgreich. Die C-Jungen des HSV wurden Landesligameister, fünf Spieler des Teams konnten mit dem Besselgymnasium den Deutschen Meistertitel im Schulhandball feiern. Doch dann kam der erste Tiefschlag. Im ersten Jahr der B-Jugend wurde die Qualifikation für die Spielklassen „Über Kreis“ versiebt und die Jungs mussten folgerichtig in der Kreisliga antreten. Trotzdem wechselte niemand zu einem anderen Verein, gemeinsam wurde die Schmach getilgt. Kreismeistertitel ohne Verlustpunkt und Pokalgewinn waren allerdings nur ein schwacher Trost, so dass alle Energie im Frühjahr in die Qualifikation zur Oberliga gelegt wurde. Und tatsächlich, das Wunder geschah: Die B-Jungen des HSV spielten fortan mit den Nachwuchsteams vieler Erst- und Zweitligisten in der allerhöchsten Spielklasse und konnten bei Saisonende einen guten Mittelfeldplatz belegen. Dass im ersten Jahr der A-Jugend erneut die Quali vermasselt wurde (also anschließend erneut Kreismeistertitel ohne Verlustpunkt und Pokalgewinn), erwähnen wir hier nur kurz, denn zum Glück durften die 99er ihr letztes Jugendjahr wieder im westfälischen Oberhaus bestreiten. Wenn man die Dominanz von GWD Minden und der JSG NSM-Nettelstedt im Jungenhandball sieht, muss man kein Prophet sein, um zu erahnen, dass im Handballkreis auf absehbare Zeit die Nachwuchsmannschaften der Bundesligisten die Szene bestimmen und ein „Oberliga-Underdog“ wie die Jungs des HSV eher nicht in Sicht ist.  

Mittlerweile sind die Spieler der A-Jugend auch zu Stützen der 1. und 2. Herrenmannschaft geworden und wollen in den kommenden Jahren eine erfolgreicher Zukunft im HSV-Männerhandball mit gestalten.

Es bleibt also festzuhalten, dass die bei Gründung des HSV aufgestellte Präambel keine leere Versprechung war und ist:

Präambel des HSV-Gesellschaftvertrages zum 01.07.2012: 

Die Handballabteilungen der Sportvereine TuS Freya Friedewalde e.V., TuS Minderheide 1895 e.V. und TV Grün Weiß Stemmer e.V. sind übereingekommen, gemeinsam in die sportliche Zukunft zu gehen. In einer Spielgemeinschaft der kurzen Wege  

  • sichern wir langfristig den vollständigen Spielbetrieb, um der demografischen Entwicklung mit immer weniger jungen Sportlern entgegenzuwirken,
  • bieten wir eine altersorientierte Ausbildung in der Jugend mit dem Ziel, die Seniorenmannschaften mit eigenen starken Sportlern zu füllen,
  • bieten wir jungen Spielerinnen und Spielern die Perspektive auf Dauer in dem Verein Handball zu spielen, wo sie in der Jugend gespielt haben,
  • schaffen wir über einen neuen gemeinschaftlichen Namen die Identifikation aller Sportler in einer großen Handball-Familie

 

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